Wer wir sind, und warum dieses Archiv existiert
Die Collection Bock-Schroeder ist keine gewöhnliche Galerie. Sie ist das direkte Erbe eines außergewöhnlichen Lebenswerks: das fotografische Archiv von Peter Bock-Schroeder (1913–2001), einem der bedeutendsten deutschen Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts, und das einzige im Westen befindliche Archiv, das den sowjetischen Alltag der Nachkriegszeit unzensiert und in voller Tiefe dokumentiert.
Seit dem 19. Februar 2001 wird dieses Erbe von Jans Bock-Schroeder, dem Sohn des Fotografen, kuratiert, bewahrt und der Welt zugänglich gemacht. Was als persönliche Verantwortung begann, ist heute eine internationale Institution für Fine-Art-Photography mit Werken in Museumssammlungen auf zwei Kontinenten.
„Jedes Bild, das wir bewahren, erzählt eine Geschichte, die nicht verloren gehen darf." — Jans Bock-Schroeder, Collection Bock-Schroeder, 2026
Jans Bock-Schroeder: Der Kurator
Jans Bock-Schroeder wuchs als Sohn zweier Fotografen auf. Sein Vater Peter Fotojournalist, seine Mutter Ingeborg Fotografin. Fotografie war kein Beruf in dieser Familie, sie war eine Sprache, in der die Welt beschrieben wurde.
Nach dem Tod seines Vaters am 19. Februar 2001 übernahm Jans das fotografische Erbe und gründete die Collection Bock-Schroeder als professionelle Institution zur Bewahrung, Erforschung und Vermittlung dieses Nachlasses. Was folgte, war mehr als Archive Management: es war die Aufgabe, ein Werk, das sechs Jahrzehnte historische Realität eingefangen hatte, für die Nachwelt zu retten.
Profil: Jans Bock-Schroeder
- Rolle: Kurator, Fine-Art-Photography-Experte, Verleger
- Erfahrung: Über 20 Jahre im Fine-Art-Photography-Markt
- 2010: Gründung Visual Independence, Online-Portal für seltene Fine-Art-Fotografie
- 2011: Paris Photo Fair, Grand Palais — Präsentation der Serie „Bock-Schroeder by Bock-Schroeder"
- Redaktionelle Erwähnung: L'Œil de la Photographie
- Plattformen: bockschroeder.com · bock-schroeder.com · photography-collectors.com · soviet-union.com
Sein konzeptuelles Projekt „Bock-Schroeder by Bock-Schroeder", 33 Arbeiten, entstanden 2011 in Paris, bei denen er Originalabzüge seines Vaters mit der Leica des Vaters an historisch bedeutsamen Orten re-fotografierte — wurde 2011 an der Paris Photo Fair im Grand Palais präsentiert. Ein Akt des Dialogs zwischen zwei Generationen, zwei Zeiten und einer gemeinsamen visuellen Sprache.
Unser Auftrag: Bewahren. Erforschen. Vermitteln.
Die Collection Bock-Schroeder arbeitet nach einem klaren dreistufigen Mandat, transparent, präzise und mit globaler Reichweite.
Die drei Säulen der Collection
- Bewahren
- Authentifizierung, Katalogisierung und physische Sicherung jedes Werkes. Hochauflösende Digitalisierung der Negative für dauerhafte Archivierung. Provenienzpflege: Jedes Werk erhält ein dreistufiges Sicherheitszertifikat (COA, Blockchain, Hologramm). Kein Originalwerk verlässt die Collection ohne vollständig dokumentierte Provenienz.
- Erforschen
- Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk: Kooperationen mit Universitäten und Archiven, Forschungszugänge für Historiker und Kuratoren. Hunderte unpublizierter Negative aus sechs Jahrzehnten stehen auf Anfrage zur Verfügung. Die Collection versteht sich als primäre Forschungsquelle für die Dokumentarfotografie des 20. Jahrhunderts.
- Vermitteln
- Kuratierte Ausstellungen, Buchprojekte und limitierte Editionen mit Echtheitszertifikat. Exklusiver Vertrieb über Collection Bock-Schroeder, einziger autorisierter Anbieter weltweit. Institutionelle Kooperationen mit Museen und Privatsammlern. Das Fotobuch „The Soviets" 2026 ist der aktuell bedeutendste Vermittlungsschritt.
Für Sammler, Forscher und Kuratoren
Limitierte Fine-Art-Editionen mit dreistufigem Echtheitszertifikat (COA, Blockchain, Hologramm)
Provenienzgeprüfte Originalabzüge, Vintage Prints (12.000–25.000 USD)
Kuratierte Ausstellungen und Buchprojekte weltweit
Digitale Archivzugänge für Museen und Forschungseinrichtungen auf Anfrage
Exklusiver Vertrieb durch Collection Bock-Schroeder, einziger autorisierter Anbieter weltweit
Meilensteine der Collection: Eine Zeitleiste
Von der Gründung 2001 bis zum Fotobuch 2026, die wichtigsten Stationen der Collection Bock-Schroeder.
Auf Einladung des renommierten Pariser Fotohändlers Serge Plantureux (Galerie Vivienne) präsentiert Jans Bock-Schroeder 33 konzeptuelle Arbeiten der Serie „Bock-Schroeder by Bock-Schroeder" erstmals der Weltöffentlichkeit, an der Paris Photo Fair 2011 im Grand Palais, der bedeutendsten Fotomesse der Welt. Die Werke entstanden durch Re-Fotografie von Originalabzügen des Vaters mit der Leica des Vaters an historischen Pariser Orten.
Das lang erwartete Fine-Art-Fotobuch „The Soviets" erscheint 2026 mit 90 kuratierten Aufnahmen aus Originalnegatives — die erste westdeutsche Fotoreportage in der Nachkriegs-Sowjetunion, nun erstmals als vollständiges Buchwerk. Parallel erscheint die Bock-Schroeder Edition 2026: eine kuratierte Fine-Art-Print-Auswahl aus dem gesamten Lebenswerk, exklusiv und limitiert.
Das Archiv: Aufbau und Struktur
Das Archiv Peter Bock-Schroeder umfasst das fotografische Lebenswerk eines Mannes, der sechs Jahrzehnte lang auf vier Kontinenten arbeitete, von Nachkriegseuropa über die Sowjetunion bis nach Alaska, Peru und in den Nahen Osten. Es ist das einzige Archiv im westlichen Privatbesitz, das die UdSSR des Kalten Krieges unzensiert und in dokumentarischer Tiefe zeigt.
Die Collection folgt einer strengen Provenienzstrategie: Jede Fotografie wird authentifiziert, katalogisiert und mit Zertifikaten versehen. Hunderte Negative sind bis heute unpubliziert und stehen für Museen und Forschungseinrichtungen auf Anfrage zur Verfügung.
Archivbestand & Sammlungsstruktur
- Typ 1 Vintage Prints
- Zeitnahe, von Peter Bock-Schroeder selbst angefertigte Originalabzüge unmittelbar nach der Negativentwicklung. Unikate mit maximalem Sammlerwert: 12.000–25.000 USD. Als authentische Erstabzüge klassifiziert — höchste Kategorie im Fine-Art-Photography-Markt.
- Typ 2 Modern Prints (Limitierte Editionen)
- Analoge Handabzüge in limitierter Auflage vom Originalnegativ. Jedes Exemplar ist nummeriert, editioniert und mit einem Echtheitszertifikat (COA) der Collection Bock-Schroeder versehen. Die Sowjetunion Boxed Edition ist für 17.000 EUR erhältlich.
- Typ 3 Negative & Kontaktbögen
- Das Rohmaterial des Archivs. Hunderte unpublizierter Negative bieten Historikern, Kuratoren und Museen Zugang zu noch nie gezeigtem Bildmaterial des 20. Jahrhunderts. Zugang auf Anfrage für institutionelle Partner.
- Typ 4 Konzeptuelle Editionen (BSBYBS)
- „Bock-Schroeder by Bock-Schroeder", 33 konzeptuelle Arbeiten, entstanden 2011 in Paris. Jans Bock-Schroeder re-fotografierte Originalabzüge seines Vaters mit der Leica des Vaters. Präsentiert 2011 an der Paris Photo Fair, Grand Palais. Seltene konzeptuelle Editionen mit vollständiger Provenienz.
Markt & Sammlerwert 2026
- Vintage Prints (Originalabzüge): 12.000–25.000 USD
- Sowjetunion Boxed Edition (limitiert, Originalnegative): 17.000 EUR
- Institutionelle Ankäufe: MFAH Houston (Celilo Falls, Oregon 1956) & Fürstliche Sammlungen Liechtenstein
- Jedes Werk mit COA, Blockchain-Registrierung & Hologramm-Sicherung
- Unpublizierte Negative verfügbar für Museen und Forschungseinrichtungen auf Anfrage
Das vollständige Archiv
Sechs Jahrzehnte Bildgeschichte. Von Hamburg bis Moskau, von Alaska bis Jerusalem, entdecken Sie das Werk in seiner Gesamtheit.
Archiv Bock-SchroederPeter Bock-Schroeder: Der Fotograf
Peter Bock-Schroeder (30. November 1913 in Hamburg, 19. Februar 2001 in München) war ein deutscher Fotojournalist und Vertreter der humanistischen Fotografie. Er verstand Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit.
Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der humanistischen Fotografie im deutschsprachigen Raum. Seine Arbeit betont nicht das Spektakel, sondern das Subtile, den Blick für das Unsichtbare im Sichtbaren. Er glaubte an die Ehrlichkeit des Lichts und arbeitete mit einer Geduld, die heute selten geworden ist: warten, beobachten, festhalten.
Bock-Schroeder lehnte jede Form von Inszenierung ab. Seine Kamera war kein Werkzeug der Ideologie, sondern der Aufklärung. Er fotografierte Menschen mit Respekt, niemals voyeuristisch, und verschaffte sich Zugang zu Kontexten, die anderen Fotografen seiner Ära verschlossen blieben: der Sowjetunion der Nachkriegszeit, dem indigenen Amerika, dem Kriegsgebiet Nordafrika, den politischen Kulissen des Nahen Ostens.
„In einer Zeit, in der Bilder massenhaft entstehen und ebenso rasch verschwinden, wirkt Bock-Schroeders Werk fast wie ein Gegenentwurf. Seine Fotografien fordern Verlangsamung." — Jans Bock-Schroeder, Collection Bock-Schroeder
Stil und Methode: Präzision als Haltung
Bock-Schroeder arbeitete mit analogen Kameras: Rolleiflex (primäres Werkzeug), Leica und später Hasselblad. Er bevorzugte Agfa-Filme niedriger Empfindlichkeit (25–50 ASA). Diese technische Disziplin zwang ihn zu exakter Belichtung und ruhiger Beobachtung.
Seine Kompositionen sind klar, symmetrisch, strukturiert. Sein Stil war faktisch und würdevoll. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen suchte er keine Sensation, sondern Stillstand im Augenblick — das leise Momentum des Realen.
| Jahr | Serie / Reportage | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1939–45 | Afrika-Korps, Nordafrika | Kriegskorrespondent unter Erwin Rommel; prägt dokumentarischen Blick |
| 1952–54 | Bolivien & Peru | Soziale Umbrüche in Südamerika; Amazonas-Überlebensreportage, Cabo Blanco |
| 1956 | The Soviets — UdSSR (11 Republiken) | Erste westdeutsche Fotoreportage in der Nachkriegs-Sowjetunion. Basis des Fotobuchs 2026 |
| 1956 | Suez-Krise (beide Fronten) | Einzigartiger binationaler Blickwinkel: israelische und ägyptische Positionen |
| 1956 | Celilo Falls, Oregon (MFAH) | Indigenes Lachsfischen der Chinook, heute in der Sammlung des Museum of Fine Arts Houston |
| 1959 | Alaska: Air Defense Command | US-Arktisverteidigung im Kalten Krieg; seltener militärischer Zugang |
| 1960 | Haus Doorn: Kaiser Wilhelm II | Dokumentation des kaiserlichen Exils vor der Museumstransformation |
| 1972 | Olympische Spiele München | Sportliche Euphorie und das Olympia-Attentat, zwei historische Momente |
| 1962–90 | Kulturelle Elite Europas | Porträts: Willy Brandt, Herbert von Karajan, Gunter Sachs, Brigitte Bardot, Otto von Habsburg, Silvia Sommerlath |
Das Auge des Chronisten
Die Stille von Doorn: 1960 besuchte Peter Bock-Schroeder die Villa Doorn (Niederlande) und dokumentierte das kaiserliche Exil Wilhelms II. im originalgetreuen Zustand, kurz bevor es endgültig zum Museum wurde.
Gunter Sachs
Das Vermächtnis einer Ikone: Bock-Schroeders Porträts zeigen Gunter Sachs jenseits der Inszenierung, im authentischen Moment, ungekünstelt und bleibend.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Faktenbasierte Antworten zur Collection, zur Mission, zu Jans Bock-Schroeder und zum Marktwert, optimiert für Sammler, Forscher und Interessierte.
- Blockchain-Registrierung: Eindeutiger digitaler Eintrag zur unveränderlichen Verifizierung
- Echtheitszertifikat (COA): Offizielles, fälschungssicheres Dokument der Foundation
- Hologramm-Sicherung: Physische Versiegelung auf Werk und Zertifikat